Tarifvertrag bayerische metall und elektroindustrie urlaubsgeld

Im Einzelhandel beispielsweise haben nicht mehr als sieben von zehn Beschäftigten keinen Tarifvertrag mehr. Im Bereich Gesundheit, Bildung und Lehre liegt der Anteil bei 43 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe hat jeder zweite Arbeitnehmer (56 Prozent) einen Tarifvertrag. Am 19. Mai 2012 haben der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, Südwestmetall und die IG Metall in ihren jüngsten Verhandlungen einen Kompromiss erzielt. Die getroffene Vereinbarung dient auch als Pilotprojekt für andere Gebiete des Landes, wobei Bayern, Nordrhein-Westfalen und andere Regionen ihre Bedingungen übernehmen. In den fünf Verhandlungsrunden organisierte die IG Metall Warnstreiks mit rund 800.000 Beschäftigten. Insgesamt betreffen die neuen Vereinbarungen rund 3,3 Millionen Beschäftigte in der Branche. Die jüngste Vereinbarung von IG Metall und VGZ führte zu einer Lohnanpassung der Leiharbeitnehmer in der Metallindustrie.

Um die Lohnunterschiede zwischen Festangestellten und Leiharbeitnehmern so gering wie möglich zu halten, werden Leiharbeitnehmer zuzuschlägen. Diese Zuschläge steigen mit der Dauer des Aufenthalts der Arbeitnehmer in den Betrieben. Im Mai 2012 unterzeichneten die Sozialpartner der deutschen Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg einen neuen Tarifvertrag. Die Beschäftigten in der Industrie erhalten Lohnerhöhungen, und die Vereinbarung sieht auch neue Regelungen für Leiharbeitnehmer und Auszubildende in metallverarbeitenden Betrieben vor. Sie hat eine Laufzeit von 13 Monaten und dient als Pilotvereinbarung für andere Regionen. Ende desselben Monats wurde außerdem eine gesonderte Vereinbarung über Leiharbeitnehmer in der Branche geschlossen. Forscher der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben festgestellt, dass die Tarifverhandlungen in Deutschland seit Jahren rückläufig sind. “Selbst wenn dieser Erosionsprozess allmählich erfolgt, ist der Trend als solcher klar und setzt sich fort, zumindest in Westdeutschland.” Die neuen Regeln gelten für Auszubildende, die ihre Ausbildung nach dem 31. Dezember 2012 beenden. Die Lehrlingsvereinbarung läuft vom 1.

Juni 2012 bis zum 31. Dezember 2014.

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